Maturaball-Druckguide: Formate, Papierstärken & die richtige Wahl

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Welches Format braucht ein Maturaball-Plakat? Wie groß sollte eine Eintrittskarte sein? Was ist der Unterschied zwischen 130 g/m² und 300 g/m²? Und was bedeutet eigentlich Bilderdruckpapier?

Diese Fragen kommen bei der Planung eines Maturaballs regelmäßig auf. Deshalb gibt es hier einen einfachen Überblick über die wichtigsten Druckformate, Papierstärken und Papierarten für Maturabälle – ohne komplizierte Fachbegriffe.

Die wichtigsten Druckformate einfach erklärt

Bei vielen Drucksorten werden sogenannte DIN-Formate verwendet. Die bekanntesten sind A3, A4, A5 und A6.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Wird ein DIN-A-Format in der Mitte halbiert, entsteht jeweils das nächstkleinere Format.

A4 → A5 → A6

Ein A4-Blatt wird also einmal in der Mitte geteilt und ergibt zwei A5-Blätter. Teilt man ein A5-Blatt nochmals, entstehen zwei A6-Blätter.

FormatGrößeEinfach erklärt
A159,4 × 84,1 cmGroßes Plakat
A242,0 × 59,4 cmKlassisches Plakat
A329,7 × 42,0 cmKleineres Plakat
A421,0 × 29,7 cmEtwa so groß wie ein Schulheft
A514,8 × 21,0 cmHalb so groß wie A4
A610,5 × 14,8 cmViertel eines A4-Blatts

Die DIN-A-Reihe folgt einem festen Seitenverhältnis. Dadurch können die Formate ohne Änderung des Seitenverhältnisses ineinander überführt werden.

Welche Formate eignen sich für Maturabälle?

Für einen Maturaball braucht man nicht für jede Drucksorte ein eigenes Spezialformat. Einige Formate haben sich für bestimmte Anwendungen besonders bewährt.

Plakate: A1, A2 oder A3

Für Maturaball-Plakate stehen A1, A2 und A3 zur Verfügung.

A1 – für maximale Sichtbarkeit

59,4 × 84,1 cm

A1 eignet sich besonders für Plakate, die schon aus größerer Entfernung gut lesbar sein sollen – beispielsweise in Schulen, Eingangsbereichen oder an stark frequentierten Orten.

A2 – der klassische Mittelweg

42 × 59,4 cm

A2 ist ein sehr gängiges Plakatformat. Es bietet ausreichend Platz für Motto, Datum, Location, Informationen und Sponsoren und ist gleichzeitig noch relativ einfach aufzuhängen und zu transportieren.

A3 – kompakter und günstiger

29,7 × 42 cm

A3 eignet sich für kleinere Aushänge oder zusätzliche Plakate, beispielsweise in der Schule oder in Geschäften.

Empfehlung: Für die Hauptplakate eines Maturaballs ist A2 häufig eine gute Wahl. Wenn besonders viel Aufmerksamkeit erzeugt werden soll, bietet sich A1 an.

Flyer: A4, A5 oder A6

Flyer funktionieren technisch ähnlich wie Plakate – sie unterscheiden sich vor allem durch das kleinere Format und damit auch durch die geringeren Druckkosten.

A4

21 × 29,7 cm

Viel Platz für Informationen, beispielsweise für ausführliche Veranstaltungsinformationen oder Sponsoren.

A5

14,8 × 21 cm

Ein sehr praktisches Standardformat für Flyer. A5 ist groß genug für wichtige Informationen, aber klein genug zum einfachen Verteilen.

A6

10,5 × 14,8 cm

A6 ist besonders kompakt und eignet sich für kurze Informationen, Werbung oder die Verteilung bei Veranstaltungen.

Eintrittskarten: kompakte Formate für den Ballabend

Eintrittskarten gibt es in mehreren praktischen Formaten:

A6

10,5 × 14,8 cm

Ein klassisches, kompaktes Format mit ausreichend Platz für die wichtigsten Informationen.

A5 halb

10,5 × 21 cm

Ein A5-Blatt wird längs halbiert. Dadurch entsteht ein schmales Kartenformat.

1/3 A4

9,9 × 21 cm

Ein A4-Blatt wird in drei gleich große Bereiche geteilt. Dadurch entsteht ein Format von 9,9 × 21 cm.

Dieses längliche Format eignet sich besonders gut für Eintrittskarten, da es kompakt ist und trotzdem genügend Platz für das Ballmotiv und wichtige Informationen bietet.

Eintrittskarten mit Nummerierung oder Perforation

Für Eintrittskarten gibt es zusätzlich zwei praktische Optionen.

Fortlaufende Nummerierung

Jede Eintrittskarte erhält eine eigene fortlaufende Nummer, beispielsweise:

001 – 002 – 003 – 004 – 005 …

Dafür muss im Druckdesign ein entsprechender Bereich vorgesehen werden.

Die Nummerierung kann sinnvoll sein, wenn jede Karte eindeutig zugeordnet werden soll oder die Karten nicht einfach vervielfältigt werden sollen.

Da jede einzelne Karte individuell nummeriert werden muss, ist diese Option mit zusätzlichen Produktionskosten verbunden.

Perforation

Eine Perforation ist eine Reihe kleiner, vorgestanzter Löcher im Papier.

Dadurch kann ein Teil der Eintrittskarte später leicht abgetrennt werden.

Das eignet sich beispielsweise für:

  • Abrisskarten
  • Kontrollabschnitte
  • Gutscheine
  • Entwertung beim Einlass

Die gewünschte Position der Perforation muss bereits in den Druckdaten festgelegt werden.

Klappkarten: Das Format beschreibt die geschlossene Karte

Bei Klappkarten ist eine Sache besonders wichtig:

Das angegebene Format ist immer das geschlossene Endformat.

Eine A5-Klappkarte ist also im geschlossenen Zustand A5 groß. Wird sie geöffnet, ist sie doppelt so breit.

Bei den Klappkarten stehen folgende Formate zur Verfügung:

  • A5
  • A6
  • A4 halb: 10,5 × 29,7 cm

Eine Klappkarte besteht aus vier bedruckbaren Seiten:

  1. Vorderseite
  2. Innenseite links
  3. Innenseite rechts
  4. Rückseite

Damit eignet sie sich besonders für Einladungen, bei denen etwas mehr Platz für Informationen benötigt wird.

Maturazeitung: A4 als Standardformat

Für Maturazeitungen wird A4 Hochformat (21 × 29,7 cm) verwendet.

Das ist ein etabliertes Format für Kataloge, Magazine und Maturazeitungen. Dadurch lässt sich die Maturazeitung effizient produzieren und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen.

Bei der Maturazeitung kann die Anzahl der Innenseiten individuell gewählt werden.

Papierstärke: Was bedeutet g/m²?

Bei Papier wird die Stärke beziehungsweise Grammatur in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben.

Dabei bedeutet beispielsweise 130 g/m² nicht, dass ein einzelnes A4-Blatt 130 Gramm wiegt.

Die Angabe beschreibt das Gewicht eines Quadratmeters dieses Papiers. Die Grammatur gibt gleichzeitig einen guten Anhaltspunkt dafür, wie leicht, fest oder stabil sich ein Papier anfühlt. 

Zum Vergleich:

GrammaturTypischer Eindruck
80 g/m²Klassisches Kopierpapier
90 g/m²Dünnes Druckpapier
130 g/m²Hochwertiges, festes Papier
170 g/m²Deutlich stärkeres Papier
250 g/m²Leichter Karton
300 g/m²Fester Karton
400 g/m²Sehr fester Karton

Die Grammatur ist dabei nicht der einzige Faktor für die tatsächliche Papierdicke. Auch die Papiersorte und ihre Verarbeitung beeinflussen Haptik und Stabilität.

130 g/m² Bilderdruckpapier

Für Plakate und Flyer wird 130 g/m² Bilderdruckpapier verwendet.

Zum Vergleich: Normales Kopierpapier liegt häufig bei etwa 80 g/m². 130 g/m² fühlt sich daher bereits deutlich fester an.

Der entscheidende Unterschied ist aber nicht nur die Grammatur, sondern auch die Papierart.

300 g/m² Bilderdruckkarton

300 g/m² ist deutlich stärker und stabiler als normales Papier.

Dieses Material eignet sich beispielsweise für:

  • Eintrittskarten
  • Klappkarten

Es fühlt sich bereits wie ein richtiger Karton an und ist deutlich weniger flexibel als 130 g/m² Papier.

400 g/m² Bilderdruckkarton

400 g/m² ist die stärkere Variante für Eintrittskarten und Klappkarten.

Der Unterschied zu 300 g/m² liegt vor allem in der höheren Stabilität und der festeren Haptik.

Die Wahl zwischen 300 und 400 g/m² ist daher hauptsächlich eine Frage von Haptik, Stabilität und Budget.

Welche Papierstärke ist für welche Drucksorte sinnvoll?

Eine einfache Orientierung:

Plakate

130 g/m² Bilderdruckpapier

Flyer

130 g/m² Bilderdruckpapier

Eintrittskarten

300 oder 400 g/m² Bilderdruckkarton

Klappkarten

300 oder 400 g/m² Bilderdruckkarton

Maturazeitung – Umschlag

250 g/m² Bilderdruckkarton + Soft-Touch-Cellophanierung

Maturazeitung – Innenseiten

90, 130 oder 170 g/m² Bilderdruckpapier

Was ist Bilderdruckpapier?

Bilderdruckpapier ist ein gestrichenes Papier, das speziell für eine hochwertige Farbwiedergabe eingesetzt wird.

Die Oberfläche ist glatter und gleichmäßiger als bei klassischem ungestrichenem Offsetpapier. Dadurch können Bilder, Grafiken und kräftige Farben sehr gut wiedergegeben werden.

Das ist gerade bei Maturaball-Drucksorten relevant, weil dort häufig mit:

  • großen Farbbereichen
  • Fotos
  • Farbverläufen
  • Logos
  • Illustrationen
  • dunklen Hintergründen

gearbeitet wird.

Für Maturaball-Plakate und Flyer ist 130 g/m² Bilderdruckpapier daher eine gute Kombination aus Stabilität, Druckqualität und Preis.

Bilderdruckpapier vs. normales Kopierpapier

Der Unterschied lässt sich am einfachsten an einem normalen Blatt aus dem Drucker erklären.

Normales Kopierpapier:
Dünn, eher rau, für alltägliche Dokumente und Texte.

Bilderdruckpapier:
Glattere Oberfläche, höhere Grammatur und bessere Farbwiedergabe – besonders geeignet für Fotos, Grafiken und farbintensive Designs.

Für einen Maturaball ist Bilderdruckpapier daher in der Regel die passendere Wahl, wenn das Druckprodukt hochwertig wirken und Farben gut darstellen soll.

Maturazeitung: Papier für Umschlag und Innenseiten

Bei der Maturazeitung wird zwischen Umschlag und Innenteil unterschieden.

Umschlag: 250 g/m² Bilderdruckkarton

Der Umschlag besteht aus 250 g/m² Bilderdruckkarton und erhält zusätzlich eine Soft-Touch-Cellophanierung.

Was ist Soft-Touch-Cellophanierung?

Dabei wird eine dünne transparente Folie auf die bedruckte Oberfläche aufgebracht. Bei einer Soft-Touch-Variante entsteht eine matte, samtig-weiche Oberfläche.

Neben der besonderen Haptik schützt die Folie den Umschlag zusätzlich vor Abrieb und anderen alltäglichen Beanspruchungen. Soft-Touch-Cellophanierung wird unter anderem für hochwertige Magazine, Designprodukte und exklusive Drucksachen eingesetzt. 

Bei einer Maturazeitung sorgt sie dafür, dass der Umschlag nicht nur stabiler wirkt, sondern sich auch deutlich hochwertiger anfühlt.

Welche Papierstärke für die Innenseiten?

Für die Innenseiten der Maturazeitung stehen drei Varianten zur Auswahl:

90 g/m² – günstigere Variante

Dünneres Papier für alle, die den Preis möglichst niedrig halten möchten.

130 g/m² – Standard

Der Mittelweg aus Preis, Haptik und Stabilität und daher die Standardausführung.

170 g/m² – stärkere Variante

Dickeres Papier mit festerer Haptik. Sinnvoll, wenn die Maturazeitung besonders hochwertig und langlebig werden soll.

Welche Papierstärke sollte ich wählen?

Wenn ihr unsicher seid, hilft diese einfache Faustregel:

Ihr wollt möglichst günstig drucken?
→ dünnere Papierstärke wählen.

Ihr wollt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?
→ Standard-Papier verwenden.

Die Drucksache soll möglichst stabil und hochwertig wirken?
→ stärkere Grammatur wählen.

Für viele Maturaball-Drucksorten ist die Standardausführung bereits völlig ausreichend. Eine höhere Grammatur ist vor allem dann sinnvoll, wenn die zusätzliche Stabilität und Haptik bewusst gewünscht sind.

Unsere Empfehlungen für euren Maturaball

DruckproduktFormatPapier
PlakatA1 / A2 / A3130 g/m² Bilderdruckpapier
FlyerA4 / A5 / A6130 g/m² Bilderdruckpapier
EintrittskarteA6 / A5 halb / 1/3 A4300 oder 400 g/m² Bilderdruckkarton
KlappkarteA5 / A6 / A4 halb300 oder 400 g/m² Bilderdruckkarton
Maturazeitung UmschlagA4250 g/m² Bilderdruckkarton + Soft Touch
Maturazeitung InnenteilA490 / 130 / 170 g/m² Bilderdruckpapier

Ihr seid euch beim Format noch nicht sicher?

Das richtige Format hängt davon ab, wo und wie ihr die Drucksache einsetzen möchtet.

Für die meisten Maturabälle sind die Entscheidungen relativ einfach:

Plakat: A2 als Standard, A1 für größere Sichtbarkeit
Flyer: A5 als vielseitiges Standardformat
Eintrittskarte: 1/3 A4 oder A6
Klappkarte: A6 oder A5
Maturazeitung: A4

Wenn ihr eure Drucksorten bereits selbst gestaltet habt, könnt ihr die passenden Produkte direkt über den Druckkostenrechner konfigurieren und den Preis für eure gewünschte Stückzahl berechnen.

Noch kein fertiges Design? Auch das ist kein Problem – die Druckbestellung und das Design können unabhängig voneinander angefragt werden.

🎓 Die Maturaball-Saison 2026/27 startet!

Im vergangenen Jahr waren unsere Kapazitäten bereits im November vollständig vergeben. Da auch wir nur eine begrenzte Anzahl an Design-, Foto- und Videoaufträgen pro Saison übernehmen können, lohnt es sich, euren Balltermin möglichst früh anzufragen. :)

Auch bei Druckbestellungen empfehlen wir, nicht bis kurz vor dem Ball zu warten – besonders in der Hochsaison können sich die Produktionszeiten verlängern.

Mein Tipp:

Fragt euren Termin möglichst bald schonmal unverbindlich an, damit wir euch vormerken können!

Ein kurzes Erstgespräch mit mir ist natürlich kostenlos und unverbindlich.

Ich freue mich darauf, euch und euren Maturaball kennenzulernen! 😊

Simona & das Balldesign-Team